zusatzausstattung

AIR-WOLF GmbH
Waschraum- und Hygienetechnik
Unterhachinger Straße 75
D-81737 München
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Ein Unternehmen der
Wolf-Gruppe

Wissenswertes zu Zusatzausstattung

Gesetzliche Hinweise aus den „Technischen Regeln für Arbeitsstätten“ (ASR A4.1, Sanitärräume)

4 Allgemeines (ASR A4.1, Sanitärräume)

Auf Sanitärräume ist deutlich erkennbar hinzuweisen.

5.4 Ausstattung Toilettenräume (ASR A4.1, Sanitärräume)

Jede Toilettenzelle und jeder Toilettenraum mit nur einer Toilette muss von innen abschließbar sein. Zusätzlich müssen sich darin Kleiderhaken, Papierhalter und Toilettenbürste befinden. An jeder von Frauen genutzten Toilette ist ein Hygienebehälter mit Deckel zur Verfügung zu stellen. In von Männern genutzten Toilettenräumen ist mindestens ein Hygienebehälter mit Deckel in einer gekennzeichneten Toilettenzelle bereitzustellen. Toilettenpapier muss stets bereitgehalten werden.

6.4 Ausstattung Waschräume (ASR A4.1, Sanitärräume)

Zusätzlich sollen sich in Waschräumen Abfallbehälter und Kleiderhaken befinden.

7.4 Ausstattung Umkleideräume (ASR A4.1, Sanitärräume)

In Umkleideräumen sind Abfallbehälter, Spiegel und Kleiderablagen bereitzustellen.

Unsere Empfehlungen vor dem Kauf

Wir empfehlen

bei der Wahl von Zusatzausstattungen,

  • dass auf hygienisch unbedenkliche und leicht zu reinigende Materialien wie Edelstahl geachtet werden sollte,
  • dass die Produkte gegen Diebstahl oder Missbrauch durch ein Schloss gesichert sind,
  • dass die Regelungen der für den jeweiligen Einsatzzweck geltenden Vorschriften und Gesetze (die wir Ihnen gerne nennen) eingehalten werden,
  • dass die Produkte auch Vandalismus und hohen Benutzerfrequenzen standhalten sollten.

bei der Wahl eines Duftspenders,

  • dass der Spender wandmontierbar sein sollte und möglichst dicht unter der Decke montiert werden kann, um die Duftstoffe gleichmäßig zu verteilen und Schutz gegen Vandalismus zu bieten,
  • dass auf Spender mit manueller Auslösung durch Türöffnung verzichtet werden sollte, da diese dem Benutzer oft direkt ins Gesichtfeld sprühen,
  • dass der Spender programmierbar sein sollte, um überflüssigen Verbrauch außerhalb der Nutzungszeiten des Waschraums zu verhindern,
  • dass nur umweltfreundliche und FCKW-freie Aerosole eingesetzt werden sollten.

 

Barrierefreies Bauen nach DIN 18024

  • Sanitärräume müssen mindestens mit einer rollstuhlgerechten WC-Kabine ausgerüstet sein.
  • WC-Becken müssen beidseitig mit dem Rollstuhl angefahren werden können.
  • Rechts und links neben dem Klosettbecken sind 95 cm breite und 70 cm tiefe, sowie vor dem Klosettbecken 150 x 150 cm große Bewegungsflächen vorzusehen.
  • Die Sitzhöhe beträgt 48 cm.
  • 55 cm hinter der Vorderkante des Klosettbeckens muss sich der Benutzer anlehnen können.
  • Auf jeder Seite des Beckens sind klappbare, 15 cm über die Vorderkante des Beckens hinausreichende Haltegriffe (Abstand zwischen den Griffen 70 cm, Höhe 85 cm; in der waagerechten und in der senkrechten Position müssen sie selbständig arretieren) mit einer Hebellast am äußeren vorderen Punkt von 100 kg zu montieren.
  • Die WC-Spülung muß beidseitig mit Hand oder Arm zu betätigen sein.
  • Detailliert geregelt wird durch die DIN auch die Anbringung eines Waschtisches mit einer Oberkante von max. 80 cm bei voller Unterfahrbarkeit.
  • Schwenkbare Armaturen mit Warmwasseranschluß sind mit Einhebelmischbatterien oder berührungslosen Armaturen mit Auslauf vorzusehen.

Montagehinweise für Haltegriffe

Montageabstände für Haltegriffe nach DIN 18024

Seitenabstand zum Waschtisch: ca. 100 mm Beinfreiheit unter dem Waschtisch: > 685 mm Höhe über dem WC-Sitz: ca. 200 mm Seitenabstand vom WC-Sitz: ca. 100 mm

Befestigung von Haltegriffen

„Wände und Decken sind zur bedarfsgerechten Befestigung von Einrichtungs-, Halte-, Stütz- und Hebevorrichtungen tragfähig auszubilden.“ (Auszug aus: DIN 18024, Teil 2) Aufgrund der hohen Gewichtsbelastung der Behindertengriffe und der unterschiedlichen Wandmaterialien in Sanitärräumen (Beton, Ziegel, Holz, etc.) kann für die ggf. mitgelieferten Befestigungsmaterialien keine Haftung übernommen werden. Diese müssen also bauseits entsprechend den örtlichen Gegebenheiten beigestellt werden.

Praktische Montagetipps

Haltbarkeit der Verbindung

Verlassen Sie sich bei der Anbringung nie allein auf Verklebungen, da diese den Belastungen und dem Raumklima eines Waschraumes auf Dauer nicht standhalten. Bei den meisten Produkten bietet erst eine Vier- Punkt-Befestigung mit Schrauben eine dauerhaft ausreichende Haltbarkeit der Verbindung. In besonders vandalismusgefährdeten Bereichen ist auch eine zusätzliche Verklebung sinnvoll.

Befestigungsmaterial und Wandbeschaffenheit

Bitte beachten Sie, daß die mitgelieferten Allzweckdübel eventuell nicht für alle möglichen Untergründe (Ziegel, Beton, Holz, Mehrschichtplatte, Fliesen, etc.) optimal sind. Verwenden Sie stattdessen Dübel, die genau auf den Einsatzzweck abgestimmt sind und ausschließlich Schrauben aus Edelstahl, um Korrosion zu vermeiden.

Lösbarkeit der Verbindung

Es empfiehlt sich aus hygienischen Gründen, Spender regelmäßig zu demontieren und die verdeckte Wandfläche und die Spenderrückseite gründlich zu reinigen. Daher sollten Sie Schrauben von guter Qualität wählen, die auch nach mehrfachem Lösen und erneutem Anziehen immer noch eine sichere und dauerhafte Befestigung gewährleisten.

Bohrungen

Bohren Sie niemals direkt durch die Befestigungslöcher des Spenders. Markieren Sie stattdessen mit Bleistift die Bohrpositionen durch die Befestigungslöcher oder verwenden Sie eine Bohrschablone aus Papier. Prüfen Sie bitte vor dem Bohren die Abstände der Schablone durch Messen oder Auflegen des Spenders nach, um eventuelle Fehlbohrungen zu vermeiden. An der Wand sollten Sie die Bohrschablone nicht nach der Papierkante, sondern nach den Löchern mit einer Wasserwaage ausrichten und mit Klebstreifen befestigen.

Tipp: Bei der Montage von vielen gleichartigen Spendern kann durch die Anfertigung einer Bohrschablone aus Sperrholz (optimal mit Haltegriff und Wasserwaage) viel Zeit eingespart werden.

Benutzbarkeit

Bedenken Sie bei der Montage, daß der Spender nicht nur für den Benutzer bequem erreichbar sein soll, sondern auch nachgefüllt werden muss. Achten Sie daher auf genügend Freiraum, um den Spender vollständig öffnen zu können.