seifen-desinfektionsmittelspender

AIR-WOLF GmbH
Waschraum- und Hygienetechnik
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Telefax +49 (89) 420790-70
Ein Unternehmen der
Wolf-Gruppe

Wissenswertes

Gesetzliche Hinweise aus den „Technischen Regeln für Arbeitsstätten“ ( ASR A4.1, Sanitärräume)

5.4 Ausstattung Toilettenräume (ASR A4.1, Sanitärräume)

... In Toilettenräumen müssen Mittel zum Reinigen (z. B. Seife in Seifenspendern) und Trocknen der Hände (z. B. Einmalhandtücher, Textilhandtuchautomaten oder Warmlufttrockner) bereitgestellt werden. ...

Hinweis: Bei Bedarf (z. B. bei Tätigkeiten mit Einsatz von Desinfektionsmitteln) sind Hautpflege- und Hautschutzmittel bereitzustellen (Hautschutzplan).

Unsere Empfehlungen bei der Anschaffung

Wir empfehlen...

seifenspender

... bei der Wahl eines Seifenspenders,

  • dass der Spender durch Drücken bedient wird, um die Wandbefestigung nicht zu belasten,
  • dass der Spender durch ein Schloß gegen Diebstahl und Missbrauch geschützt ist,
  • dass Sie von außen jederzeit den Füllstand überprüfen können,
  • dass nach der Entleerung keine keim­anfälligen Rückstände im Spender verbleiben, die die nächste Nachfüllung verkeimen könnten,
  • dass Sie sich wegen der Folgekosten bei der Befüllung an keinen festen Lieferanten binden.

desinfektionsmittelspender

... bei der Wahl eines Desinfektions­mittel­spenders,

  • dass die Spender selbst nicht mit den Händen berührt werden müssen, um eine mögliche Infektionskette zu durch­brechen,
  • dass die Spender aus keimresistenten Materialien gefertigt sein sollen,
  • dass die kompletten Spender sterilisierbar (autoklavierbar bei 121° Celsius) sein sollen,
  • dass die geltenden Richtlinien, Vor­schrif­ten und Gesetze durch die Spender un­bedingt erfüllt sein müssen,
  • dass präventive Händedesinfektion nicht nur im Gesundheitswesen, sondern auch im öffentlichen Leben und sogar in der pri­vaten Küche selbstverständlich sein sollte, da die Hände gefährliche Keim­überträger darstellen,
  • dass die Kosten nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfen, da die Wahl des richtigen oder falschen Spenders über Leben und Tod entscheiden könnte

flaechendesinfektion

... bei der Wahl von Spendern und Mitteln für Flächendesinfektion und Reinigung,

  • dass die Anwendung so präzise sein sollte, das umliegende Flächen und die Atemluft nicht unnötig belastet werden. Dies erreicht man nur durch einen exakt begrenzten Sprühstrahl bei der Sprüh­des­infektion oder (optimalerweise) durch Wisch­desinfektion mit Tüchern.
  • dass die verwendeten Mittel exakt auf den Anwendungszweck abgestimmt sein soll­ten. Sie sollten weder zu stark wirken, um die Umwelt nicht unnötig zu belasten, noch zu wenig wirksam sein und damit ihren Zweck verfehlen.
  • dass das jeweilige Mittel geprüft und so­mit durch Zertifikate anerkannter Ver­bän­de für den jeweiligen Zweck zugelassen wurde.
  • dass in sensiblen Bereichen wie z.B. im Gesundheitsbereich die Kosten nur eine untergeordnete Rolle spielen dürfen, da die Wahl des richtigen oder falschen Mit­tels über Leben und Tod entscheiden könnte.

Medizinische Empfehlungen des RKI zur Händedesinfektion

„Die Hände des Personals sind das wichtigste Übertragungs­vehikel von Krankheitserregern. Deshalb gehört die Hände­hygiene zu den wichtigsten Maßnahmen zur Verhütung“ (Quelle: Bundesgesundheitsblatt 43 (2000) 230-233, herausgegeben vom Robert Koch-Institut, Berlin)

„Die Europäische Vereinigung für die Förderung der Handhygiene (EAPH) in Brüssel hat in einer statistischen Untersuchung festgestellt, dass 27% der Europäer nach einem Aufenthalt in einer öffentlichen Bedürfnisanstalt keine Hand­wäsche vornehmen und 34% der Benutzer die Toilettenräume mit nicht abgetrockneten Händen verlassen.“

(Quelle: Umweltbundesamt, Händetrocknungs­systeme 26/93, nach einer Studie der EAPH, Brüssel 1992)

„Spender sollten bequem per Ellenbogen, auf keinen Fall aber durch direktes Anfassen, zu betätigen sein. Ebenso sollte der Auslass am Spender nicht mit den Fingern berührt werden. (...) Desinfektions­mittelspender müssen leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein. (...) Die Händedesin­fektionsmittel soll­ten in Gefäßen bereit­gehalten werden, denen die zur Desinfektion benötigte Menge entnommen werden kann, ohne sie mit den Händen berühren zu müssen. (...) Wünschenswert sind Einweg-Flaschen. Die Waschmittel müssen frei von pathogenen Keimen sein.“

„Waschlotion-, Desinfektionsmittel- und Hand­tuchspender müssen leicht zu reinigen und zu desinfizieren sein. Waschlotionenspender müs­sen vor dem erneuten Füllen gründlich gereinigt und desinfiziert werden. Dabei ist das System mehrfach gründlich mit heißem Wasser durch­zu­spülen, um Ablagerungen zu vermeiden. Nicht vollständig entleerte Behälter dürfen nicht nach­gefüllt werden.“

„Die Desinfektionsmittelspender sollten sich möglichst über einer Auffangwanne (...) befinden.“ (Quelle: Bundesgesundheitsblatt 43 (2000) 230-233, herausgegeben vom Robert Koch-Institut, Berlin)

Tagesaktuelle Informationen erhalten Sie u.a. im Internet (externe Links) unter:

Was bedeutet HACCP?

Der Begriff HACCP – ursprünglich in den USA entwickelt, um den Astronauten sichere Lebensmittel zu gewährleisten – lässt sich frei mit „Gefahrenanalyse an kritischen Überwachungsstellen“ übersetzen.

Dieses präventive und qualitätssichernde Konzept, seit 1998 in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzt, verpflichtet alle Unternehmen, die Lebensmittel herstellen, verarbeiten oder vertreiben die HACCP-Richtlinien einzuhalten. Seit 2006 ist außerdem eine Dokumentation der Hygienemaßnahmen Pflicht.

Durch das HACCP System, dessen Richtlinien in der EU-Verordnung (EG) 852/2004 über Lebensmittelhygiene verbindlich festgelegt sind, werden Verfahrensweisen im betrieblichen Ablauf, z.B. in einer Fleischerei, definiert. In einem HACCP-Plan werden die einzelnen Phasen der Lebensmittelherstellung abgebildet, auf Hygienerisiken geprüft, reglementiert, überwacht und nachvollziehbar dokumentiert.

Insbesondere die Personalhygiene wird hervorgehoben und durch HACCP-Checklisten standardisiert. Dabei liegt der Schwerpunkt nicht nur auf dem Tragen von hygienischer Kleidung und Kopfhauben, sondern auch auf der sanitären Ausstattung der Sozialräume und der regelmäßigen Händereinigung und -desinfektion.

Zur Einhaltung des HACCP-Standards im Waschraum sind Einweg-Systeme wie Einmal-Handtücher und Einweg-Flaschen besonders geeignet, da hier eine Kontamination durch verkeimte Restbestände ausgeschlossen wird.

Richtig Hände desinfizieren

Plakat downloaden: Hände richtig desinfizieren (PDF / 92 KB)

 

Die "normale  Händewaschung"

 

Die "desinfizierende  Händewaschung"

 

Die "hygienische  Händedesinfektion"

  

Die "chirurgische  Händedesinfektion"

  

im privaten und be­ruflichen Umfeld dient vor allem der Reinigung der Hände von Ver­schmutzungen. Bei der Speisen­zubereitung und nach dem Toilet­ten­besuch  ist mit dem gründlichen Waschen der Hände primär eine Keimreduktion er­wünscht, um eigene und fremde Infektionen zu vermeiden.   ist von der Händedes­infektion zu unterschei­den und vor allem für den Einsatz in der Lebens­mittel­ver­arbeitung und der Pharmazie gedacht. Ziel ist es, die Möglich­keit einer Keimübertra­gung deutlich zu ver­ringern. Im Kranken­haus kann die des­infizierende Hände­waschung die Hände­desinfektion nicht er­setzen. Sie sollte nur nach sorgfältiger Indi­ka­tionsstellung (z.B. in der Küche oder der Apotheke) eingesetzt werden.   wird in allen nicht-opera­tiven medi­zinischen und pflege­rischen Bereichen angewandt. Sie dient nicht nur dem Schutz des Patienten gegen Keim­übertragung, sondern auch dem Schutz des Personals. Eine völlige Aus­schal­tung der residenten Flora der Haut ist mit ihr nicht erreichbar und auch nicht erwünscht. Sie zielt vielmehr darauf ab, die Hände als In­fektions­überträger auszuschal­ten und dadurch In­fektions­ketten zu unter­brechen.   ist zwingend notwendig, um bei Operationen eine Keimübertragung von den Händen auf den Patienten zu verhindern. Das Tragen von Hand­schuhen ist nicht ausreichend, da diese bei der Operation verletzt werden können. Die Hände müssen in jedem Fall zusätzlich desinfiziert werden und sollen für die gesamte Dauer der Operation, also auch über einen längeren Zeitraum, so keimfrei gehalten werden, dass auch bei einer Verletzung des Handschuhs keine Infektion ausgelöst werden kann.  

Ziele:

in erster Linie Reini­gung der Hände von Verschmutzungen,

in zweiter Linie Redu­zierung der transienten Flora , d.h. der Erreger übertragbarer Krank­heiten und nosoko­mialer Problemkeime

 

Ziele:

in erster Linie Reduzierung transienter Flora,

in zweiter Linie Keim­zahlminderung bei der hauteigenen residenten Flora

 

Ziele:

in erster Linie Abtötung transienter Flora,

in zweiter Linie Keim­zahl­minderung bei der hauteigenen residenten Flora

 

Ziele:

in erster Linie Abtötung temporär residenter Flora, bzw. deren weit­gehende Redu­zierung,

in zweiter Linie Abtötung der transienten Flora

 

Reinigungsmittel:

traditionelle Seifen­stücke oder Flüssig­seifen, optimal: hautschonende Händewaschlotionen

 

Reinigungsmittel:

Desinfektionsseifen Händedesinfektions­mittel

 

Reinigungsmittel:

Händedesinfektions­mittel

 

Reinigungsmittel:

Waschsubstanz, Bürste, Holzstäbchen, dann Händedesin­fektions­mittel

 

Händetrocknung:

Warmluft-Hände­trockner
Papier­handtücher

 

Händetrocknung:

Warmluft-Hände­trockner
Papier­handtücher

 

Händetrocknung:

Papierhandtücher

 

Händetrocknung:

Papierhandtücher, dann sterile Stoffhandtücher

 

Durchführung einer chirurgischen Händedesinfektion

1. Wasch- und Reinigungsphase

Vor der am Operationstag erstmalig durchgeführten „Chirurgischen Händedesinfektion“ werden Hände und Unterarme bis zum Ellenbogen mit nach oben gerichteten Fingerspitzen und tief liegendem Ellenbogen während etwa 1 Minute mit einem Handwaschpräparat gewaschen. Länger dauernde Händewaschungen sind wegen potentieller Hautschädigung abzulehnen, zumal dadurch keine weitere Keimzahlverminderung erreicht wird. Nach Abtrocknen mit einem keimarmen Einmalhandtuch wird die Händedesinfektion durchgeführt.

 

 

2. Desinfektionsphase

Während der vom Hersteller der Präparate angegebenen Einwirkungszeit müssen Hände und Unterarme vollständig mit Desinfektionslösung benetzt sein. Eine Händetrocknung danach ist mit Rekontaminationsrisiko verbunden und nicht erforderlich (falls jedoch gewünscht, nur mit sterilem Tuch zur Einmalbenutzung); allerdings müssen die Hände vor dem Anlegen der OP-Handschuhe lufttrocken sein, um Hautschäden vorzubeugen und die Integrität des OP-Handschuhs nicht zu gefährden.

(Quelle: Bundesgesundheitsblatt 43 (2000) 230-233, herausgegeben vom Robert Koch-Institut, Berlin)

 

 

Händeschutz- und Händepflegelotionen - Informationen zur Anwendung

 Anleitung Händereinigung

 

 Anleitung Händeschutz und -pflege

1. Durch Ellenbogen-Betätigung Waschlotion in die geöffnete Hand spenden.

2. Gründliches Verreiben der Waschlotion, möglichst noch ohne Wasser.

 

1. Händeschutz- oder Hände­pflegelotion auf den Hand­rücken spenden.

2. Lotion wechselseitig auf den Handrücken verreiben.

3. Mit wenig warmem Wasser Verschmutzungen unter Hände­reiben abwaschen.

4. Mit reichlich warmen Wasser nachspülen und Zwischenräume säubern.

 

3. Handflächen einreiben; nach Bedarf zusätzliche Lotion spenden.

4. Fingerzwischenräume wech­selseitig einreiben, insbesondere beim Daumen..

5. Hände gut trockenreiben und dabei besonders auf Zwischen­räume achten.

   

5. Lotion auf Fingerkuppen und Nagelbetten besonders sorg­fältig auftragen

 

Montageort und -höhe für Spender

Montageort

  • Sinnvolle Montage ist, wenn Sie Seifenspender möglichst direkt über dem Waschtisch montieren: Unsere Seifenspender tropfen zwar nicht nach, doch von den Händen könnte Waschlotion auf den Boden geraten und Rutschgefahr verursachen.
  • Montieren Sie alle Spender auch immer so, dass sie vollständig zugänglich sind und bequem nachgefüllt werden können.
  • Bei Desinfektionsmittelspendern bietet es sich an, zusätzlich einen Schalenhalter zu montieren, damit feuchte Hände abtropfen können.

 

Benutzbarkeit und Montagehöhe

  • Bei Spendern, die hinter Spiegeln oder Wandschränken montiert sind, ist zu berücksichtigen, dass der Spender zum Nachfüllen zugänglich bleiben muss.
  • Oberhalb des Spenders müssen mindestens 40 mm frei bleiben, um den Spender auf den Wandhalter schieben zu können.
  • Unterhalb des Spenders ist ein Mindestabstand von ca. 200 mm freizuhalten, um gegebenenfalls Nachfüllflaschen ins Saugrohr der Pumpe einführen zu können.
  • Eine sinnvolle Montagehöhe ist ca. 1200 mm von Fußboden bis Spenderoberkante.

Praktische Montagetipps

Spiegelverkehrte Befestigung

Wollen Sie Spender in nebeneinanderliegenden WC-Kabinen anbringen, so empfiehlt sich aufgrund der meist sehr dünnen und instabilen Wände eine spiegelverkehrte Befestigung. Bohren Sie dazu die Befestigungslöcher durch die Wand hindurch und montieren Sie gleichartige Spender Rückseite an Rückseite. Verwenden Sie hierfür Gewindeschrauben mit Muttern oder die im Möbelbau üblichen Schraubhülsen (Schrankverbinder).

Haltbarkeit der Verbindung

Verlassen Sie sich bei der Anbringung nie allein auf Verklebungen, da diese den Belastungen und dem Raumklima eines Waschraumes auf Dauer nicht standhalten. Bei den meisten Spendern bietet erst eine Vier- Punkt-Befestigung mit Schrauben eine dauerhaft ausreichende Haltbarkeit der Verbindung. In besonders vandalismusgefährdeten Bereichen ist auch eine zusätzliche Verklebung sinnvoll.

Befestigungsmaterial und Wandbeschaffenheit

Bitte beachten Sie, dass die mitgelieferten Allzweckdübel eventuell nicht für alle möglichen Untergründe (Ziegel, Beton, Holz, Mehrschichtplatte, Fliesen, etc.) optimal sind. Verwenden Sie stattdessen Dübel, die genau auf den Einsatzzweck abgestimmt sind und ausschließlich Schrauben aus Edelstahl, um Korrosion zu vermeiden.

Lösbarkeit der Verbindung

Es empfiehlt sich aus hygienischen Gründen, Spender regelmäßig zu demontieren und die verdeckte Wandfläche und die Spenderrückseite gründlich zu reinigen. Daher sollten Sie Schrauben von guter Qualität wählen, die auch nach mehrfachem Lösen und erneutem Anziehen immer noch eine sichere und dauerhafte Befestigung gewährleisten.

Bohrungen

Bohren Sie niemals direkt durch die Befestigungslöcher des Spenders. Markieren Sie stattdessen mit Bleistift die Bohrpositionen durch die Befestigungslöcher oder verwenden Sie eine Bohrschablone aus Papier. Prüfen Sie bitte vor dem Bohren die Abstände der Schablone durch Messen oder Auflegen des Spenders nach, um eventuelle Fehlbohrungen zu vermeiden. An der Wand sollten Sie die Bohrschablone nicht nach der Papierkante, sondern nach den Löchern mit einer Wasserwaage ausrichten und mit Klebstreifen befestigen.

Tipp: Bei der Montage von vielen gleichartigen Spendern kann durch die Anfertigung einer Bohrschablone aus Sperrholz (optimal mit Haltegriff und Wasserwaage) viel Zeit eingespart werden.

Benutzbarkeit

Bedenken Sie bei der Montage, dass der Spender nicht nur für den Benutzer bequem erreichbar sein soll, sondern auch nachgefüllt werden muss. Achten Sie daher auf genügend Freiraum, um den Spender vollständig öffnen zu können.

Nutzung, Reinigung und Pflege

Nutzung

Seifenspender werden in der Regel immer gleich zwei- bis dreimal betätigt, da die Benutzer aus Erfahrung davon ausgehen, dass die Spender zu gering dosieren. Der Verbrauch ist also stets höher, als vom Betreiber beabsichtigt; er kann aber durch sinnvolle Spendersysteme und richtige Montage auf ein vernünftiges Maß reduziert werden. Auf Ihren Bedarf einstellbare Hubmengen und eine optimale Montagehöhe von ca. 1300 mm (Fußboden bis Spenderoberkante) lassen den Verbrauch sinken.

In einem WC-Sitzreiniger sollten Sie unbedingt ein alkoholfreies, nicht brennbares Flächendesinfektionsmittel einsetzen, da sonst beim Versprühen - ähnlich wie beim Vergaser in einem Motor - ein hochexplosives Gasgemisch entsteht, das mutwillig durch ein Feuerzeug zur Explosion gebracht werden könnte.

Reinigung und Pflege

Edelstahlspender sind grundsätzlich wartungsfrei, doch wie bei jedem Produkt verlängern Reinigung und Pflege die Lebensdauer. Auch aus hygienischer Sicht ist eine regelmäßgige Reinigung und Pflege erforderlich, vor allem, falls die Spender nicht für Desinfektionsmittel (die z.T. selbstreinigend wirken), sondern für Seifen oder Lotionen verwendet werden. Ein Plan mit einzutragenden Reinigungsintervallen kann helfen.

Reinigung innen

Für die Innenreinigung des Spenders Nachfüllbehälter und Pumpen mehrfach mit heißem Wasser durchspülen, um Reste alter Füllungen gründlich zu entfernen. Eine lange Nichtbenutzung kann zur Eintrocknung der Seife führen. Sollte das Saugventil in diesem Fall verklebt sein, einfach heißes Wasser durchpumpen. Dadurch wird die Funktion wieder hergestellt. Keinesfalls das Gerät zerlegen. Soweit materialverträglich, kann die Reinigung der Innenbehälter auch in einer Geschirrspülmaschine durchgeführt werden.

Reinigung außen

Zur äußerlichen Reinigung bitte nur warmes Seifenwasser oder ggf. ein spezielles Edelstahlreinigungsmittel (siehe Verbrauchsmaterial) einsetzen. Verwenden Sie keine ätzenden oder chlorhaltigen Reiniger oder Scheuermittel. Zum Schutz der Benutzer gegen Keimübertragung ist es sinnvoll, den Bedienknopf oder -hebel der Spender regelmäßig zu desinfizieren.

Pflege

Nicht beschichtete Edelstahlspender können abschließend mit einem Pflegemittel behandelt werden, um die Oberfläche optisch aufzuwerten und einen Schutzfilm gegen erneute Verschmutzung und Fingerspuren aufzubringen.

Pflegeanleitung für Seifenspender herunterladen.

Informationen aus dem Testlabor – WC-Sitzreiniger

Ein Forschungsprojekt, durchgeführt von der Bio-Data GmbH Linden in Kooperation mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg und der Justus-Liebig-Universität Gießen, beschäftigte sich mit dem Thema „Gefährdung durch Kontakt-/Schmierinfektionen in öffentlichen Toilettenanlagen“ (Quelle: Medical Special 1/2000).

In 107 der 202 untersuchten Sanitäranlagen (also bei 53%) wurden an typischen Kontaktstellen Bakterien mit folgender Häufigkeitsverteilung nachgewiesen:

  1. WC-Sitze:                           40%
  2. Waschtischarmaturen:        25%
  3. WC-Spülknöpfe:                 12%
  4. Urinal-Spülknöpfe:              12%
  5. andere typische Stellen:  < 10%

Das Risiko einer bakteriellen Infektion ist also beim WC-Sitz mit Abstand am größten. Mit unseren WC-Sitzreinigern bieten Sie den Toilettenbenutzern einen wirksamen Schutz dagegen. Alle Spender sind frei befüllbar, sind also kein teures Kartuschensystem.

Baukastensystem Desinfektionsmittelspender

Füllmenge und Flaschen

Die Desinfektionsmittelspender der Serie Omikron II sind wirkliche Multitalente. Sie eignen sich nicht nur zur Dosierung von alkoholischen Desinfektionsmitteln, sondern auch für Flüssigseifen, Lotionen, Massageöle, etc. Sie haben die Wahl zwischen Spendern für 1-Liter-Flaschen und Spendern für 0,5-Liter-Flaschen. In der Regel werden vorbefüllte Einwegflaschen aus dem Fachhandel (Euro-Flasche) verwendet; es wird jedoch auch eine leere HDPE-Flasche mitgeliefert, die Sie selbst immer wieder (nach gründlicher Reinigung) aus Großgebinden befüllen können.

Gehäusematerial

Bei den Gehäusen der Desinfektionsmittelspender haben Sie die Wahl zwischen matt eloxiertem Aluminium und gebürstetem Edelstahl. Aus hygienischer Sicht besteht kein Unterschied, da beide Varianten bei 121°Celsius autoklavierbar sind; Edelstahl ist aber strapazierfähiger und auch mit einem Edelstahl-Wandhalter lieferbar.

Bedienhebel

Am Oberteil des Desinfektionsmittelspenders befindet sich der Bedienhebel aus Edelstahl, der je nach Hygieneanforderung durch Drücken mit der Hand oder dem Ellbogen (VAH-Richtlinie) betätigt wird. Der Bedienhebel ist - je nach Produktserie - in zwei oder drei Längen erhältlich: kurz (ca. 75 mm), lang (ca. 143 mm) und extra lang (ca. 233 mm). Einen längeren Hebel kann man leichter mit dem Ellbogen bedienen. Einen kurzen Hebel sollte man wählen, wenn der Desinfektionsmittelspender z.B. auf einem Flur installiert wird, wo ein langer Hebel zu Verletzungen führen könnte (siehe auch „Winkelplatte“).

Pumpe und Dosierung

Die Desinfektionsmittelspender der Serie Omikron II besitzen eine Edelstahlpumpe, deren Saugrohr bis zum Boden der Nachfüllflasche reicht. Die Dosiermenge der Pumpe, also die je Betätigung gespendete Menge, kann durch Drehen einer eingebauten Dosiergabel in drei Stufen von ca. 1,5 ml/Hub auf ca. 0,5 ml/Hub reduziert werden. Die Pumpe ist, ebenso wie der gesamte Spender, bei 121°Celsius autoklavierbar.

Abtropfschale

Um zu verhindern, dass Flüssigkeit, die bei Betätigung des Desinfektionsmittelspenders von der Hand tropft, auf den Boden gelangt und dort für Rutschgefahr sorgt, kann unterhalb des Spenders eine entnehmbare Schale angebracht werden. Die dazugehörigen Schalenhalter werden lose über den Spender gehängt oder fest an der Wand montiert. Von besonderer Bedeutung ist das im Krankenhaus, wo meist alkoholische Desinfektionsmittel und Linoleumböden eingesetzt werden, so dass auch die Gefahr von Lochfraß und Keimbildung im Bodenbereich besteht.

Verschlussblende

In manchen Fällen ist es erforderlich, den Desinfektionsmittelspender und die Flasche gegen Diebstahl zu schützen. Hierzu können – auch nachträglich und ohne Werkzeug – abschließbare Verschlussblenden mit Zylinderschloss angebracht werden. Die Verschlussblenden haben standardmäßig ein großes Sichtfenster, damit das Flaschenetikett von außen lesbar ist. Wahlweise ist auch eine Ausführung mit einem schmalen Sichtschlitz erhältlich, bei dem die Flasche mit dem Etikett nach hinten eingestellt wird, um den Füllstand kontrollieren zu können.

Winkelplatte

Mit Hilfe einer Winkelplatte kann der Desinfektionsmittelspender so an der Wand montiert werden, dass er nicht in den Raum hineinragt, sondern parallel zur Wand angebracht ist. Dies ist besonders in beengten Räumen oder schmalen Fluren sinnvoll, ebenso überall dort, wo der über den eigentlichen Spender hinausragende Bedienhebel leicht übersehen werden und Verletzungsgefahr bedeuten kann. Ebenso kann natürlich auch die seitliche Montage an einem Schrank oder in einer Nische durch eine Winkelplatte ermöglicht werden.

Wechselclip

Zur Unterscheidung und Kennzeichnung der Befüllung ist jedem Desinfektionsmittelspender je ein Wechselclip beigelegt, der mit einem Markierungsstift beschriftet und in das dafür vorgesehene Feld unterhalb der Pumpe eingedrückt werden. Späteres Austauschen oder Neubeschriften des Wechselclips ist jederzeit möglich. Besonders wichtig ist das überall dort, wo zwei oder drei Spender nebeneinander, z.B. für Händewaschlotion, Desinfektionsmittel und Hautschutz, eingesetzt werden.

Wandhalter

Der Wandhalter wird mit drei Schrauben und Dübeln (im Lieferumfang enthalten) an der Wand befestigt. Anschließend wird der Desinfektionsmittelspender von oben auf den Wandhalter aufgeschoben und rastet dort hörbar ein. Durch Lösen der Arretierung hinter der Flasche (der sog. „Verriegelungszunge“) kann der Desinfektionsmittelspender wieder vom Wandhalter abgenommen werden. Bei installierter Verschlussblende ist der Desinfektionsmittelspender daher gegen Diebstahl geschützt. Wandhalter sind alternativ in Kunststoff oder in Edelstahl erhältlich.

Wichtige Auswahlkriterien und Folgekosten

Spender im Waschraum, ob für Seife, Papier oder andere Verbrauchsmaterialien, können nach verschiedenen Kriterien ausgewählt werden. Käufer, die sich nicht umfassend mit der Materie befasst haben, entscheiden meist nach folgenden Prioritäten:

  • Preis (Kauf- oder Mietpreis)
  • Optik (Design)
  • Eigenschaften (Funktionalität)
  • Verfügbarkeit (Lieferzeit)

Oft werden bei diesen Überlegungen die möglichen Folgekosten übersehen. Dabei wäre bei Spendern gerade das von Bedeutung, da oft ein niedriger Anschaffungspreis nur Bruchteile der späteren Folgekosten ausmacht.

Zu den möglichen Folgekosten, die für einen Spender schon beim Erwerb weitgehend festgelegt werden, zählen:

  • unnötiger Verbrauch von Füllgütern wie Papier oder Seife durch zu große Entnahme-Öffnungen oder zu großzügige Dosierung;
  • zusätzlicher Verbrauch von Füllgütern durch falsche Montagehöhen;
  • Erhöhung der Diebstahlquote durch nicht ausreichend gesicherte Gehäuse;
  • Erhöhung der Wegwerfquote durch das Wechseln halbvoller Seifenkartuschen oder nicht ganz verbrauchter WC-Papierrollen bei fixen Reinigungsintervallen;
  • Ausfälle und Reparaturzeiten durch zu hohe Benutzerfrequenzen, für die der Spender nicht ausgelegt ist;
  • Reklamationen und Verärgerung der Benutzer, wenn der Spender zu klein dimensioniert und trotz regelmäßiger Nachfüllung immer leer ist;
  • zusätzliche Personalkosten für das häufige Nachfüllen zu kleiner Spender;
  • Totalverlust des Spenders durch Vandalismus, wenn dieser für sein Einsatzgebiet nicht ausreichend stabil ist;
  • erhöhte Reinigungs- und Servicekosten durch schlechte Spenderqualität (tropfende Seifenspender, zu kleine Abfallbehälter etc.);
  • überhöhte Füllgutpreise durch Vertragsbindung an einen Lieferanten, der die Spender dafür kostenlos gestellt hat;
  • Infektionen der Benutzer durch Keimübertragung, wenn die Spender nicht den Hygieneanforderungen genügen;
  • versteckte Nebenkosten wie erhöhtes Abfallvolumen, Lagerkosten für Füllgüter, Nachbestellzeiten, Überwachung der Räume und Mehraufwand des Personals.

Wenn Sie alle diese Faktoren aufaddieren, spielt es kaum noch eine Rolle, wieviel ein Spender kostet – langfristig gerechnet zählen nur die Folgekosten!

Spender sind wie Autos – Unsere Erfahrungen als Entscheidungshilfe

Schräge oder runde Oberseiten

Brandflecken oder abgelegter Abfall auf der Oberseite von Spendern sind ein oft gesehenes Übel. Denn häufig wird in Sanitärräumen heimlich geraucht – sei es in der Schule oder im Industriebetrieb. Um Brandflecken oder Abfall generell zu vermeiden, werden gute Spender oben abgeschrägt oder -gerundet. Damit wird die Verschmutzung der Spender gesenkt und ihre Lebensdauer verlängert.

Zylinderschlösser

Zylinderschlösser galten bei Autos früher als gute Lösung gegen Einbruch, doch all die Probleme mit abgebrochenen Schlüsseln oder vereisten Schlössern haben heute zu besseren Lösungen geführt. Bei Spendern im Waschraum ist weniger mit Einbruch, als vielmehr mit Vandalismus zu rechnen: die Schlösser werden mit Kaugummi, Streichhölzern oder Zahnstochern unbrauchbar gemacht oder zerstört. Ein vernünftiger Spender dagegen hat ein simples, aber sicheres Einheitsschloss, bei dem diese Gegenstände ohne Mühe und Schaden wieder entfernt werden können.

Gehäusematerialien

Je wichtiger es ist, die Gefahr von Keimübertragung und Infektionen zu vermeiden, desto antiseptischer muss das Material eines Spenders sein. So kann in Büros oder im Privatbereich ohne weiteres ein Kunststoffspender eingesetzt werden. In sensibleren Bereichen, wie z.B. in der Restaurantküche, im Kindergarten oder besonders im Medizinbereich, sollten ausschließlich Spender aus korrosionsbeständigen und desinfizierbaren („autoklavierbaren“) Materialien verwendet werden. Mit Ausnahme weniger Spezialkunststoffe sind dafür nur Metalle wie Aluminium oder Edelstahl geeignet. Bedingt geeignet sind günstigere Spendergehäuse aus lackiertem oder pulverbeschichtetem Stahlblech. Hier besteht aber die Gefahr, dass der Stahl bei noch so kleinen Beschädigungen der Beschichtung zu rosten beginnt und es an diesen Stellen zu Schmutz- und Keimablagerungen kommt.

Um vor Finger- und Anlaufspuren zu schützen, wird die Oberfläche von hochwertigen Edelstahlprodukten mit einer Pulverbeschichtung veredelt. Sie sorgt für eine sichtbare Reduzierung der Fingerabdrücke und vereinfacht die Reinigung. Die Beschichtung ist - im Gegensatz zu neuartigen Nanobeschichtungen - dauerhaft widerstandsfähig gegen handelsübliche Reiniger und kann nicht abgewischt werden.

Bitte beachten Sie, dass sich durch die Veredelung ein farblicher Unterschied zu nicht behandelten Edelstahl-Spendern ergibt.

Seifenpumpen

Wenn der Seifenspender verstopft ist oder nach der Benutzung tropft ist das für Benutzer und Reinigungspersonal ärgerlich. Zusätzlich geht von Seifenspendern, die nicht über dem Becken montiert sind und auf den Boden tropfen eine nicht unerhebliche Rutschgefahr aus. Ausschlaggebend ist bei Seifenspendern nicht das Material der Pumpe (diese kann z.B. auch aus Kunststoff sein), sondern deren Funktionsweise und Verarbeitungsqualität.

Eine gute Seifenpumpe erkennen Sie daran, dass sie nicht nachtropft, konstant die gleiche Menge spendet, auch bei minderwertigen Seifen nicht verstopft und leicht und geräuschlos betätigt werden kann. Wichtig ist übrigens auch, dass die Pumpe den Seifenbehälter zuletzt völlig entleert, um Verkeimungen der Seifenreste zu vermeiden.

Krafteinwirkung auf Spender

Bei einem guten Spender erfolgt die Bedienung durch Drücken und nicht durch Ziehen - also in Richtung Wand. Die dabei entstehenden Druckkräfte wirken somit nicht auf den Spender, sondern gegen die Wand. Dadurch lässt sich vermeiden, dass sich im Laufe der Zeit Dübel oder Schrauben lockern und der Spender von der Wand gelöst wird.

Füllstandsprüfung von außen

Um dem Reinigungspersonal eine schnelle Kontrolle über den Füllstand zu ermöglichen, haben gute Spender eine von außen prüfbare Füllstandsanzeige im Gehäuse. Dies ist meist ein offener Sichtschlitz oder – noch besser – ein geschlossenes Sichtfenster, dass das Füllgut zusätzlich vor Verschmutzung von außen schützt.

Einerseits sollte die Füllstandsanzeige möglichst groß dimensioniert sein, um eine leichte Kontrolle zu ermöglichen; andererseits bietet sie natürlich eine gute Angriffsfläche für Vandalismus. Optimal ist, wenn das Sichtfenster ein austauschbares Bauteil ist und auch bei dessen Zerstörung die Funktion des Spenders nicht beeinträchtigt wird.

Falscher Montageort und -höhe

Wenn Sie im Straßenverkehr unerwartet einen Umweg fahren müssen, sind Sie verärgert. Hängt der Papiertuchspender nicht in Richtung Ausgang neben dem Waschbecken, sondern versteckt oder weit zurück Richtung WC-Kabinen, sparen sich die Benutzer gerne die Mühe und werfen das benutzte Papier auf den Boden. Durch falsche Montageorte werden so Reinigungskosten erheblich erhöht.

Auch die Montagehöhe beeinflusst den Verbrauch. Tests haben gezeigt, dass der Papierverbrauch bis zu 50% steigt, wenn WC-Papierspender zu hoch angebracht sind. Auch werden WC-Bürsten, die hinter dem WC nur schwer erreichbar sind, gar nicht erst benutzt.

Welcher Spender ist der richtige?

Den optimalen Spender für alle Einsatzzwecke und Kundenwünsche gibt es leider nicht – ebenso wenig wie das für jeden perfekte Auto! Aus diesem Grund bieten wir eine Reihe von Spendern an, die je nach Verwendungsfall auf die Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Sicherlich ist es sinnvoll, sich aufgrund des Gesamteindrucks und der gleichsperrenden Schlüssel weitgehend für nur eine Serie zu entscheiden, doch sollte dieser Grundgedanke Sie nicht davon abhalten, aus allen Serien die für Sie optimal geeigneten Produkte auszuwählen.

Reinigung und Befüllung

Gemäß dem Bundesgesundheitsblatt Nr. 28 sollen Seifenspender vor dem erneuten Befüllen gründlich mit heißem Wasser gereinigt, bzw. sogar desinfiziert werden. Aus Kostengründen oder Bequemlichkeit wird das jedoch nur selten umgesetzt.

Besonders wichtig wäre das bei Seifenspendern, deren Behälter durch die Benutzung nicht völlig entleert wird, denn auch nach vielen Jahren wird dort die frische Seifenfüllung immer noch mit der allerersten (inzwischen längst verkeimten!) Seife vermischt. Genauso unsinnig wäre es ja auch, bei einem Ölwechsel an Ihrem Auto immer noch einen Teil des verschlickten Altöls in der Motorwanne zu belassen! Sehr empfehlenswert sind Seifenspender, deren Innenbehälter ohne Demontage des Spenders herausgenommen sowie separat gereinigt und befüllt werden können. Weniger praktisch, aber hygienisch auch unbedenklich sind Seifenspender, deren Seifenpumpe (wie eine Ölablassschraube!) am tiefsten Punkt des Spenders sitzt und so für dessen völlige Entleerung sorgt. Hier ist die Gefahr der Verkeimung durch alte Seifenreste deutlich geringer.

Freie Befüllung oder Kartuschensysteme?

Eine Grundsatzentscheidung beim Erwerb eines Spenders ist, ob man das Füllgut wie Seife oder Papier auf dem freien Markt kaufen oder sich an einen Lieferanten binden will. In der Regel kommt die Lieferantenbindung schon nach kurzer Zeit deutlich teurer, selbst wenn man den Spender kostenlos erhält. Stellen Sie sich einfach mal vor, Sie könnten Ihr Auto nur bei einer einzigen Tankstellenkette betanken, die den dreifachen Spritpreis verlangt! In hochsensiblen Bereichen wie z.B. der Medizin können Kartuschensysteme aber manchmal durchaus sinnvoll sein, da über längere Zeit angebrochene Gebinde wie Seifenkanister leichter verkeimen als noch verpackte Kartuschen. Für den normalen Gebrauch sind freie Systeme aber deutlich einfacher in der Beschaffung und wirtschaftlicher.

Korrosion Da es im Waschraum in der Regel feuchter ist als in anderen Räumen, ist hier die Gefahr von Korrosion (Rostbildung) besonders hoch. Edelstahl- und Kunststoffspender werden von der Luftfeuchtigkeit nicht beeinträchtigt, doch bei den nur mit einem Schutzlack überzogenen Stahlblechspendern ist langfristig immer mit Rostbildung zu rechnen. Zur Auslösung der Korrosion genügen kleine Kratzer oder Lackschäden. Auch durch verschüttete Billigseifen mit hohem Salzgehalt kann der Lack so angegriffen werden, dass er seine Schutzwirkung verliert.

Größe und Füllmenge Mit einem Drei-Liter-Tank in Ihrem Auto kämen Sie nicht sehr weit und würden oft vor Erreichen der nächsten Tankstelle liegenbleiben. Genauso verhält es sich mit zu kleinen Seifen- oder Papierspendern. Gab es unerwartete Stoßzeiten im Waschraum oder kommt das Reinigungspersonal zu spät, sind die Spender leer und die Benutzer verärgert. Mit ausreichend groß dimensionierten Spendern können Sie das nicht nur vermeiden, sondern durch längere Nachfüllintervalle auch den Personalaufwand senken.

Zusätzlich sollten Sie Spender wählen, die schon vor der völligen Entleerung nachgefüllt werden können. Beispielsweise sollten Großrollenspender für WC-Papier eigentlich genau zum Zeitpunkt des Verbrauchs des letzten Blatts nachgefüllt werden. Kommt das Reinigungspersonal zu spät, sind die Benutzer verärgert – kommt es zu früh, werden nicht ganz aufgebrauchte Rollen weggeworfen. Weit sinnvoller sind da Spender mit Reserverollen, die zu beliebigen Zeitpunkten überprüft und ersetzt werden können.